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Allgemeines zu Simulationen
Die Motivation zur Durchführung von Simulationen kann sehr vielfältig sein.
Eine Simulation kann z.B. mit folgenden Zielen durchgeführt werden:
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Vorhersage, wann ein Bauteil unter vorgegebenen Belastungen versagen
wird,
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Definition einer optimalen Variante eines
Prototyps,
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besseres Verständnis der Vorgänge z.B. bei unüberschaubaren, komplexen Fluid-Struktur-Interaktionen
Simulationen können überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo ein
Prozess auf eindeutig physikalische Grundvorgänge zurückgeführt und somit
mit physikalischen Grundgleichungen wie Kräftegleichgewichten,
Strömungsgleichungen oder Wärmetransportansätzen gelöst werden kann. Unsere
Aufgabe besteht darin, Ihr physikalisches Problem in ein mathematisches Modell
zu übertragen, dieses Modell zu berechnen und die Ergebnisse entsprechend zu
validieren und zu präsentieren.
Zur Lösung der Kräftegleichgewichte oder Strömungsgleichungen werden
unterschiedliche Methoden eingesetzt. Am weitesten verbreitet ist die
Finite-Element-Methode, da sie generell
für viele Problemfelder eingesetzt werden kann.
Die Vorgehensweise lässt sich folgendermaßen beschreiben:
Es wird ein Geometriemodell (z.B. ein CAD-Modell) des Bereichs erstellt, für
dessen Simulation Interesse besteht. Dies kann z.B. ein Bauteil oder auch
ein Raum sein, der von einem Fluid durchströmt wird. Dieses Gebiet wird diskretisiert, d.h. es wird in kleine Elemente unterteilt
(Vernetzung), die eine gewisse Anzahl von Knoten aufweisen. Die Knoten
übernehmen die Funktion der Stützstellen, an denen das System ausgewertet
wird. Bei
Strukturberechnungen werden an den Stellen, an denen ein Bauteil gelagert ist oder
Belastungen aufgebracht werden, entsprechende Randbedingungen (Kräfte oder
Verschiebungen) definiert. Gleiches gilt für
Strömungen an den Stellen, an denen Geschwindigkeiten (z.B. an Wänden bzw. im
Einlass) oder der Druck bekannt ist. Dann wird das System mit der ausgewählten
Methode (z.B. den Finiten Elementen) berechnet. Als Ergebnis
werden bei der Bauteilsimulation die Spannungen und Verschiebungen für alle
Knoten, bzw. Elemente ausgegeben, bei Strömungen erhält man in der Regel das Geschwindigkeits-
und Druckfeld als Ergebnis.
Der Aufwand für die Berechnung und Modellierung hängt sehr stark von der
Größe des Modells und der Komplexität der zu analysierenden Konfiguration ab:
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Zweidimensionale Berechnungen,
wie sie z.B. rotationssymmetrischen Bauteilen auftreten, sind deutlich einfacher und schneller durchführbar als
dreidimensionale.
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Berechnungen mit nichtlinearen, nahezu inkompressiblen Materialien (z.B. Gummi) mit starken
Dehnungen sind vergleichsweise aufwendig.
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Komplexe
turbulente Mehrphasenströmungen mit Verbrennungen sind z.B. deutlich aufwendiger als
einphasige Strömungen.
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